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Die Birmakatze
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Die Birmakatze
(auch Birma, Heilige Birma; engl.: Birman, Sacred Birman) ist eine
Hauskatzenrasse mit halblangem Fell, die zu den Halblanghaarkatzen
zählt. Birmakatzen sind Teilalbinos, so genannte Point-Katzen, mit einem
hellen, weichen Körperfell und dunklen Abzeichen (Points) an den weniger
duchbluteten, kühleren Körperstellen wie Gesicht, Ohren, Schwanz, Beinen
und Hoden. Birmakatzen besitzen blaue Augen. Besonderes Rassekennzeichen
ist darüber hinaus die blütenweiße Färbung der Pfoten, die an der
Rückseite der Hinterbeine in einem umgekehrten "V", den so genannten
Sporen, nach oben auslaufen sollte. Birmakatzen gelten als "goldene
Mitte" zwischen Siam und Perserkatzen was sich auch auf den Charakter
auswirkt, denn sie haben das Menschenbezogene und das mäßig aktive von
der Siamkatze und das ruheliebende, sanftmütige haben sie von den
Persern. Sie sind
gesellige Tiere,
die sich allein unwohl fühlen und daher
zumindest zu
zweit (auch mit anderen Katzenarten)
gehalten
werden sollten.

Die Legende
Hinweis:
Die im Folgenden wiedergegebene Legende wird im Zusammenhang mit der
Heiligen Birma immer wieder in dieser oder ähnlicher Form erzählt,
enthält jedoch
keine bisher
wissenschaftlich belegten oder historischen Fakten! Die Legende der
„Heiligen Katze von Birma“ erklärt auch, wie diese schönen Tiere zu
ihrem Namen gekommen sind. Vor langer Zeit lebte Mun Ha, der ehrwürdige
Abt der Kittha-Mönche, im Tempel Lau Tsun am Fuße des Lug-Gebirges. Mun
Ha hatte einen goldenen Bart, von dem man sagte, der Gott Song-Hio
persönlich habe ihn geflochten. Alle Kittha-Mönche hatten ihr Leben der
Göttin Tsun-Kyankze geweiht, die saphirblaue Augen hatte und als Göttin
der Seelenumwandlung verehrt wurde. Mun Ha besaß einen Kater namens Sinh.
Sinh hatte einen weißen Körper, bernsteingelbe Augen und seine Ohren,
seine Nase, sein Schwanz, seine Pfoten und seine Beine waren dunkel wie
der Boden. Die dunklen Farben deuteten die Mönche als Zeichen des
Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührte. Der Abt
Mun Ha verstarb zu einem Zeitpunkt, als die Mönche von feindlichen
Stämmen aus Siam angegriffen wurden; die Kittha-Mönche waren nun in
dieser gefährlichen Situation ohne Führung.
Doch dann geschah ein Wunder:
Als der Kater Sinh vor den Altar der Göttin sprang und ihre Augen
das Tier erblickten, wanderte die Seele des
verstorbenen Abts, um in dem Kater weiterzuleben. Die Augen des Katers
verfärbten sich so dunkelblau wie die der Göttin, sein Fell wurde
goldgelb und seine Pfoten färbten sich als Zeichen der Reinheit
blütenweiß. Sinh lebte noch sieben Tage in dem Tempel bevor er starb
und die Seele des
Abts Mun Ha mit sich nahm. Er brauchte nicht zurück auf diese Welt, da
er den Zustand der Vollkommenheit erreicht hatte.
Nach weiteren sieben Tagen versammelten sich die Mönche im Gebet vor der
Statue der Göttin um sie um Hilfe für die Wahl eines Nachfolgers für Mun
Ha zu bitten. Noch während des Gebetes kamen alle Katzen
des Tempels
herbei. Sie alle hatten die nun gleiche Gestalt angenommen, wie Sinh –
blaue Augen,
goldgelbes Fell
und, als Zeichen ihrer Reinheit, weiße Pfoten. Die Katzen umringten
lautlos den jüngsten der Kittha-Mönche und machten ihn so zum Nachfolger
des Abtes Mun Ha. Stirbt eine heilige Katze im Tempel Lau Tsun, so nimmt
sie die Seele eines verstorbenen
Kittha-Mönchs
mit, die so für immer Eingang ins
Paradies findet
und ihren Platz an der Seite des Gottes Song Hoi, dem Gott alles
Goldenen einnimmt. Aber
wehe dem, der
eine solche Katze tötet – er wird tausend Qualen erleiden, bis die
Seele, die in dieser Katze wohnte, ihm verzeiht. |